Freitag, 12. Oktober 2007

Outdoors..

So, jetzt kann ich auch von der Outdooreducation erzählen! (Bilder gibt es erst in drei Wochen, hier sind jetzt Ferien und ich konnte keine Kamera mitnehmen -->Nässe)
Gestern bin ich zum ersten mal um 8.45Uhr (uuääähhh, bin ich nicht mehr gewohnt!!!) am Outdoordepartment der Schule gewesen. Der Outdoorlehrer Des, der übrigens einer der letzten Outdoorlehrer in Schottland ist, ist ein Mann in den Sechzigern, also ein äußerst erfahrener Naturmensch. Die Schüler hier haben ein mal im Jahr mit ihm für 3 Tage Outdooreducation, wo sie je nach Jahreszeit und Alter unterschiedliche Dinge machen. Ich war jetzt an diesen zwei Tagen mit einer kleinen Gruppe "second years" (also quasi Achtklässlern) unterwegs.
Des lässt die Schüler auf einer Karte zeigen, wo die chule ist, man hingeht, man vorher war etc. Dann zeigt er, welche Tiere er sich erhofft, heute zu sehen, d.h. meistens Vögel, z.B. Cormorane oder Austernfischer. Die Schüler können dann erzählen, was sie sich vom Trip erhoffen, wie der letzte war usw. Bevor es dann losgeht, werden alle mit Gummistiefeln, Wasserhosen, Rettungswesten oder, je nachdem, mit Neoprenanzügen oder Bergstiefeln ausgestattet.
Am Donnerstag gings dann an einen sehr schönen Küstenteil 1 Stunde weg von hier, wo es sowohl Felsen als auch Sandstrand gibt. Hier lässt Des die Schüler dann relativ frei rumspringen, erklärt verschiedene Dinge wie die Gezeiten, Lebensweisen von Meerestieren, Vögel und Gesteinsformationen --> diese Küste hatte vor einigen Millionen Jahren vulkanische Aktivitäten, ein Hügel in der Nähe ist ein ehemaliger Vulkan.
Zwischendrin gibt es immer wieder kleine "Challenges", wo die Schüler ein wenig Mut aufbringen müssen, um z.B. über kleine Schluchten zu springen, oder zwischen den Wellengängen an felsen entlagklettern können. Dann macht er aber auch zwischendrin kleine Pausen, wo still sein ausprobiert wird, was für die Kinder nicht allzuleicht ist.
Ich hab natrlich alles mitgemacht, was sehr fetzig war.

Heute stand dann Kayaking auf dem Programm, worauf ich mich auch schon gefreut hatte. Dazu sind wir an einen ruhigen Kanal gefahren, wo einiges an Platz zum Üben ist.
Man muss sagen, Kayaking macht vom ersten Moment an Spaß und man kommt (irgendwie) vorwärts. Vorwärts, rückwärts, seitwärts, Drehung wurden nun geübt, noch mit einem Schwert am Bug, damit man geradeaus fahren konnte und nicht kippte.
Nach ca. 1 Stunde fuhren wir dann ein wenig den Kanal entlang. Zum Schluss dann spielten wir dann quasi "Kayakfangen" mit einem Ball, was unweigerlich dazu führte, dass ich gleich mal sauber eine 180°-Drehung machte und mich unter Wasser wiederfand. Ich musste dann raus, weil sich mein Boot mit Wasser gefüllt hatte, was zur allgemeinen Erheiterung führte. war ja klar. Na ja, ihr könnts dann auf den Bildern sehen, es war auch für mich recht witzig.
Zumindest hat Des mir ein gewisses Talent zum Kayakfahren bescheinigt und schaut jetzt nach einem Kurs, wo man die Eskimorolle etc. lernt, und ich hab noch 4 mal die Möglichkeit, mit Des zu kayaken dieses Jahr. Hoffenlich.

In Bälde,

Clemens

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