Nachdem letzte Woche an der Schule Midtermbreak (also Halbjahr) war und relativ wenig los war bei MYDG, ging´s am Freitag los nach London zu meiner Midterm-Evaluation.
Clever, wie ich bin, hab ich es so hingelegt, dass ich zehn Minuten vor der Abfahrt am Zug war und dort festgestellt hab, dass bereits Leute im Zug standen. Klasse. Na ja, ich hab´s dann hingebracht, mich auf einen reservierten Sitz zu schmuggeln und nicht viereinhalb Stunden stehen zu müssen. In London selber hab ich es relativ schnell zu der Organisation, wo das ganze stattgefunden hat, geschafft. Ich bin nur drei mal am Haus vorbeigelaufen, was ja echt nicht schlecht ist!
Das Training oder die Evaluation oder was auch immer war nicht schlecht, vor allem das brasilianische Restaurant am Freitag, die Bars hinterher und das andere Restaurant am Samstag und die Pubs hinterher waren sehr gut. Ansonsten haben wir da das übliche Probleme besprechen, Spielchen spielen und "was ich noch erreichen will in meiner restlichen Zeit" hinter uns gebracht. Als das dann vollbracht war, sind wir am Samstag Mittag auf Schnelltour durch London aufgebrochen, um einen bestmögichen Zwei-Stunden-Eindruck von der Stadt zu bekommen. Am Sonntag schließlich war dann nach der obligatorischen Verabschiedungszeremonie der ganze Zauber vorbei. Positiv zu vermerken ist auch, dass ich für 2009 einen Urlaub nach Istanbul oder Palermo plane, sofern ich Geld für die Reisekosten hab - Unterkunft hab ich da frei, es ist einfach gut Voluntär zu sein und zig Leute jeden Monat kennen zu lernen.
Am Sonntag hatte ich dann eigentlich geplant, mit ein paar anderen Voluntären durch die Stadt zu tigern, was allerdings an meinem leeren Handyakku scheiterte. So bin ich dann einfach allein durch die Stadt gezogen, bis ich dann abends um sechs nochmal mein Handy angebracht hab und mich mit einer befreundeten französischen Voluntärin auf ein Bier verabredet hab. Wir sind dann in ein Restaurant/Bar in der Oxford Street, eine der teuersten Straßen Europas, gesessen, was sich als sehr gut erwiesen hat: der Kellner hinter der Bar erwies sich ebenfalls als Franzose (in einem italienischen Restaurant), was uns Wein auf Kosten des Hauses eingebracht hat. Da haben wir uns dann auch nicht beklagt.
Ich bin dann schon leicht beschwipst bei dem Freund meines Chefs, bei dem ich kostenlos unterkommen konnte, angekommen. Um dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen und mich mit einer recht guten Bettschwere in mein Doppelbettgemach zu bringen, leerten wir dann noch gemeinsam eine Flasche vom guten italienischen Roten.
Das Zimmer, in dem ich untergebracht war, war im Übrigen auch nicht zu verachten, wie gesagt mit Doppelbett, eigenem Fernseh/Sesselbereich, Bad, Schreibtisch und relativ zentrumsnah in Battersea.
Mit reichlichen Ratschlägen ausgerüstet, hab e ich mich dann am Montag auf Touri-Tour aufgemacht, mit dem Versuch möglichst kostenlos durch London zu kommen. Man bedenke, dass schon mal Westminster Abey oder St.Paul´s Cathedral jeweils 10 Pfund Eintritt kosten. Oder das London Eye ( das Riesenrad an der Themse), das 15 Pfund oder so kostet (1 Pfund = 1,348 Euro).
Ich hab auf jeden Fall sehr viel gesehen, bin sehr viel gelaufen und hab einige Fotos aufgenommen. Weil ich ja alleine unterwegs war, hab ich mich darum bemüht, andere Touris auf meine Bilder zu bekommen, um das ganze eine wenig lebendiger zu gestalten. Besonders witzig finde ich die Bilder von den Leuten am Riss im Tate Museum of modern Art (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,510510,00.html), das war echt witzig teilweise.
Auch mein Bedürfnis, Promis zu sehen, wurde befriedigt: Wie es der Zufall so will, bin ich bei der königlichen Premiere von "The other Boleyn girl" (Die Schwester der Königin) vorbeigelaufen und hab aus einiger Entfernung Scarlett Johansson, Nathalie Portman, Camilla und Prinz Charles gesehen. Spitze.
Nun denn, so weit erst mal, macht´s gut,
Clemens
P.s.: Gästebuch ist weiterhin interessant für mich :-)
Samstag, 23. Februar 2008
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