Dienstag, 20. November 2007

Von Planeten, Montenegriern und Astronauten

So, es ist mal wieder so weit, ich wage mich an den neuen Artikel ran. Ist aber auch mal wieder Zeit, nachdem ich wieder eine ereignisreiche Woche hinter mir habe.
Zum einen von der Arbeit her: Da wäre zum Beispiel der versuchte Trip am Donnerstag, auf eine Insel im Firth bei Ebbe, der u.a. an den gesendeten SOS-Zeichen der Jungs scheiterte - irgendwie ist es uns schon mulmig geworden, als ein Suchscheinwerfer auf uns gerichtet war auf dem Weg zur Insel (es ist aber nichts weiter passiert, wir bekamen die Küstenwache nicht zu sehen).
Am gleichen Morgen war ich aber auch zum ersten mal Felsklettern mit der Outdooreducation mit Des, was sehr viel Spaß gemacht hat.
Am Abend dann kam ein Bekannter von mir, Robin, ein Volunteer aus Liverpool bei mir an, um eine Nacht bei mir zu übernachten. Ich hab mit ihm ne Pizza in Muirhouse gegessen, Trainspotting eingelegt und bin eingeschlafen (ich hab mein Laptop dann aber noch ausgemacht am Ende des Films, woran ich mich aber nur noch halb erinnern kann).
Am Freitag dann war ich zum voraussichtlich letzten mal Kayakfahren mit einer sehr guten Gruppe - das merkt man immer daran, ob das Kayakfange-Spielen am Ende spaß macht (der/die, den der Ball trifft, ist es und alle andern, versuchen, davonzurudern).
Danach haben wir in der Innenstadt nach Robins Hostel gesucht - bzw nicht nur sein Hostel, denn 7 weitere Volunteers aus Newcastle, Birmingham und Umland kamen, um Edinburgh und mich zu sehen. Denn Edinburgh hat auch im Vereinigten Königreich einen sehr guten Ruf (Mir ist es glaube ich auch gelungen, alle eifersüchtig zu machen ;-) )
Die Damen und Herren, die aus Frankreich, der Türkei, Montenegro, Albanien, Italien, Uganda und aus Deutschland kommen, haben wir dann vom zentralen Busbahnhof abgeholt (nachdem ich den gefunden habe ( meine Superduperorientierung hat mir kurz einen Strich durch die rechnung gemacht)). Zusammen sind wir dann zu einer spanischen Hausparty gegangen (ganz schön komisch mit 8 Leuten im Schlepptau aufzutauchen).
Am Samstag morgen hab ich die dann herumgeführt und dann:

Schottland-Italien!!!

Ich durfte zum "Arbeiten" ins legendäre Stadion Hampden in Glasgow mitgehen, um das Spiel mit 20 Jugendlichen anzusehen. Die Stimmung war grandios ( 50 000 Leute, davon ca. 3000 Italiener) - einen Eindruck kann euch das Video vom Eintrag gestern geben, das am National Song "Flower of Scotland" aufgenommen ist, wo es echt zuging....
Insgesamt eine tolle Erfahrung, es hat geregnet wie aus Kübeln, jeder war pitschnass (nicht nur die Spieler, ich auch), weil man - ich bin ja in Großbritannien - in kilometerlangen Schlangen wartet, um zum Zug bzw. ins Stadion zu kommen.
Schottland hat nicht wirklich gut gespielt (man möge mir widersprechen), Italien hat schon verdammt gut ausgesehen.
Als ich dann abends um 10 wieder zurück war, hab ich kurz was bei McDo zu mir genommen, was sich am Folgetag als nicht allzu gute Entscheidung herausstellen sollte (nähere Details nur auf Anfrage). Danach bin ich mit den Volunteers noch ein wenig in den Pub gegangen, wo ich aus Angst um meinen Magen nur Apfelsaft trank, was...
Auf jeden Fall war ich dann am Sonntag erst wieder um 2 startklar für meine Volunteers, um bei Ebbe auf Cramond Island rüberzulaufen (das ist bei mir gleich um die Ecke).
Das war sehr schön, und die haben es glaub alle genossen
Nun:

Ich habs getan

Ich konnte nicht widerstehen, ich habs getan: ja, trotz mangelnden Magenkapazitäten. Ich habe ein wahres planetarisches Erlebnis gehabt. Ich habe die Gruppe (eigentlich aus Jux) zu einem Chipsshop geführt, wo man - was ich auch getan habe, mancher kann es sich vielleicht schon vorstellen - ein frittiertes Mars (!!!!!!!!!) gegessen hab!!!!! Und: es schmeckte allen, von Frankreich über Montenegro bis Italien bis hin zu Deutschland: saugut.
Am Montag morgen sind wir dann zum Abschluss alle zusammen ins National Museum of Scotland gegangen, wo man lustige Versuche und Bilder machen kann (ich hab noch keine von den anderen, die folgen).
Nach der Verabschiedung dann hatte ich zum ersten mal Supervision mit meinem Mentor Alex, also eine "offizielle" Betrachtung der bisherigen Aktivitäten, Verhalten und und und. Das hat sich eigentlich sehr schnell erledigt und in Kaffeetrinken ergangen, da sowohl ich als auch MYDG vollstens zufrieden sind.
Abends bin ich dann noch mit Des und einem anderen MYDG-Volunteer Klettern gegangen, ins Alien Rock (eine ehemalige gotische oder romanische Kirche, ziemlich witzig eigentlich). War super, allerdings ist der Muskelkater am Sport halt irgendiwe immer ein bisschen demotivierend, oder?

Also, das genügt mal wieder fürs erste, hoff ich (die ersten werden schon Augenmuskelkater haben),
bis die Tage,

Clemens

(P.S.: Bilder gibts unter (Outdooreducation und 2 neuen Ordnern)

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