So, der neue Eintrag für diese Woche.
Ich bin irgendwie ziemlich beschäftigt meistens (warum? bin ich zum arbeiten hergekommen? Antwort nach reiflicher Überlegung: Jup), was aber auch sehr gut so ist! Denn: ich kenne hier im Vereinigten Königreich jetzt glaub so um die 30 Voluntäre - und ich muss sagen, ich hab ein saugutes Los erwischt. O.k., ich wohne ein wenig ab vom Schuss und muss 20 min Bus fahren, was manche schlecht finden. Aber: ich hab Internet, Fernsehen, neuerdings versteh ich mich mit meinem Mitbewohner ganz gut, hab immer was zu tun (nicht nur am Wochenende). Andere Voluntäre sind da ganz anders dran, manche arbeiten maximal 15 Stunden in der Woche ( und da auch nicht wirklich), manche haben seltsame Mitbewohner, wieder andere haben nix zu tun, bekommen kaum Geld und wohnen irgendwo in der Pampa. Ich kann mich also zwecks Beschäftigungsmangel nicht beklagen. Nur der Blog leidet ab und zu darunter, aber ich geb mein Bestes für euch;)
Und noch eine Erkenntnis: Mama, danke, dass ich kochen kann.
Ich habe ja bereits in Ox festgestellt, dass es bei uns bereits ein paar junge Leute gibt, die keine Nudeln abkochen und keine Eier aufschlagen können. O.k., aber die wohnen ja noch bei Mamas. Aber hier ist mir das jetzt nochmal aufgefallen, wie privilegiert ich mit meinen köchischen Fähigkeiten bin. Mit meinem Mitbewohner hab ich mich kürzlich über Essen unterhalten und herausgefunden, dass er nicht im Stande ist, ein Steak anzubraten, Nudeln im kochenden Wasser sind ein Fremdwort und so fort. Das heisst, der gute Junge ernährt sich zu 75% von Tütensuppen, die restlichen Prozente werden durch Bechersuppe und Mikrowellenkost aufgefüllt. Mjami! Das scheint hier aber gar nicht so unüblich zu sein, ich hab meine Gastmutter auch erst zwei mal richtig (mit Töpfen etc.) kochen sehen.
Auf jeden Fall war heute abend bei mir das kulinarische Wochenhighlight an der Tagesordnung:
Schweinemedaillons mit Pilzmilchsoße und Hörnchen. (Sahne besitze ich leider keine)
Die Überlegung ist jetzt nur noch, ob man ein "Clemens koch was!"-Forum einrichten sollte, wo man einfache Rezepte mit wenigen Zutaten, von denen nicht viel übrig bleibt, einrichten soll;) (Denn: ich bin dermaßen fantasielos, dass ich schon selbst zu Mikrowellenkost gegriffen habe:( )
Dritte Erkenntnis: Halloween ist ein seltsames Phänomen.
Seit über einer Woche kann man durch die Innenstadt fahren und unverhältnismäßig viele Hexen, Vampire und anderes Unkraut durch die Stadt zu irgendwelchen Halloween-Parties hetzen sehen (Unverhältnismäßig deswegen, weil man andauernd abends Damen in den Vierzigern bzw. am Vierzigsten in bescheuerten Kostümen und Highheels rum...)
Auch ich selbst habe mich dazu herniedergelassen, an zwei Parties teilzunehmen.
Die erste, das war mittags mit den Kindern, was sehr spassig war. Alle waren kostümiert (ja, auch ich "Wombal"), es gab Apfeltauchen, Preisklettern, Donut-Schnappen (von einer Schnur) usw.. Die Kinder hatten einen riesen Spass und es gibt ein paar witzige Fotos zu bewundern. Das seltsame Viech, dass manchmal drauf ist, bin übrigens ich.
Abends
Erkenntnis Nummer vier: Der Grund für den Namen des Artikels: Museum.
Letzten Sonntag war ich in einem der Edinburgher Museen, die übrigens meistens kostenlos sind.
Ich hab mir die Naturkunde-Sektion und ein paar geschichtliche Teile angeschaut. Eine tolle Ausstellung findet da zur Zeit statt, zum Thema "Verantwortung in der Ökologie", oder so. Es geht auf jeden Fall um bedrohte und bereits ausgerottete Arten sowie die Arten der Bedrohungen und deren Ursachen, also z.B. Jagd, Umweltverschmutzung, eingeführte Konkurrenzarten. Zu diesem Thema gibt es dann auch viele Präparationen von bereits ausgestorbenen Arten und so, was saumäßig interessant ist.
Aber auch sonst ist das Museum sehr vielseitig, im Geschichtsteil kann man Klamottten anprobieren, es gibt Animationen, wie eine Guillotine funktionierte, man kann Physikexperimente ausprobieren und und und. Sehr toll, sehr toll. Und man kann vom Dach über ganz Edinburgh gucken. sehr toll, sehr toll.
Ganz zum Schluss der Beitrag zur deutschen Bildung:
Der Hase ist im Sommer braunhaarig, im Herbst schon nicht mehr so, im Winter ist er weißhaarig und im Frühling schon wieder nicht mehr so arg. Das ist, damit man ihn nicht so gut sieht. Merkt euch das, bitte!
So weit, bis bald,
Clemens




















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