Sonntag, 7. Oktober 2007

Ox geht Ox-Ford

Es hat jetzt ein bisschen länger gedauert, aber hier kommt er: der Oxford-Bericht (ich bin erst um 9 von der Arbeit zurückgekommen, deshalb...)

Nachdem ich schon 4 Trainings absolviert hate, bin ich eher mit gemischten Gefühlen am Donnerstagmorgen nach Oxford aufgebrochen - schon wieder die gleichen Sachen wahrscheinlich, Rechte und Pflichten... - aber ich konnte mich ja trösten, denn: ich hatte ja auf dem Weg dahin 6,5 Stunden Zeit, mir aus dem Zug die schottische und englische Landschaft anzuschauen! Ja, das war auch möglich, aber die Landschaft auf dem Weg nach Oxford besteht hautsächlich aus flachem Land, ab und zu kann man ein wenig vom Ärmelkanal sehen, auch einige größere Städte ganz kurz (Leeds, Birmingham, Newcastle...), erst wenn man allmählich nach Oxfordshire kommt, sieht man langsam schöne Landschaften. Mit Bächen und Flüssen, Hausbooten, Schafweiden, alten Mauern und und und.

Schließlich in Oxford angekommen, war es dann relativ einfach, das Hostel zu finden, in dem das Training stattfinden sollte; schließlich sei es ja "relativ nah am Bahnhof" gelegen. Jup, das stimmte. Das Zimmer der Jungs hatte einen herrlichen Direktausblick auf Gleis 1 und 3 inklusive Live-Zug-Sound (nicht dass mir das was ausmacht, ich bin ja ein Hauptstraßenkind;)), was das Reisefeeling ungemein lebendig bleiben ließ.

Vom Hostel aus machte ich dann mit Iván as kolumbien und Guillaume aus frankreich schon mal eine kleine Stadttour durch Oxford; und man muss sagen, dass einen diese Stadt sofort erstaunt: In der Innenstadt kann man fast keinen Schritt tun, ohne über ein historisches Gebäude zu stolpern. Überall ist irgendwas, was entweder mit irgendwelchen berühmten Persönlichkeiten wie Königen, Wissenschaftlern und Schauspielern (wer wusste, dass Mr. Bean - Rowan Atkinson - in Oxford studiert hat!!), der Uni oder sonstiger Geschichte zu tun hat.
Zum Abendessen dann waren alle versammelt, die zu dem Training gekommen waren: 16 Leute aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Lettland, polen, Uganda, Kolumbien, Italien, Ungarn, der Türkei, der slowakei und Schweden, eine lustige Mischung.

Das Ziel des Kurses war hauptsächlich, mal wieder über Rechte und Pflichten belehrt zu werden, aber hauptsächlich, die anderen Freiwilligen in ganz Großbritannien kennen zu lernen. So waren dann einige Stunden damit gefüllt, dass jeder sein Land mit Essen, Musik, Bildern, Sprache, Tanz oder Hymne vorstellte (Deutschland mit Vorurteilen, typisch deutschen Sachen und Blasmusik und Bildern von Ox von mir).
Programmmäßig wars das dann auch schon größtenteils, der Rest wurde hauptsächlich mit nicht endenwollendem Sightseeing gefüllt, was aber ziemlich spaßig war (s. Fotos).
Auch die Leute vom Kurs waren ziemlich spaßig, nur manche haben ihrem Vorurteil, stressig und immer geplant zu sein, alle Ehre gemacht...Wir waren jeden Abend bis Kneipenschluss mit fast der ganzen Gruppe weg, was mich zwar einige Scheine gekostet hat, aber das wars wert!
Ich hab jeden Abend vier+ Bier oder Cider dirchprobiert und man muss sagen: die Angelsachsen haben auch eine ganz anständige Trinkkultur (ich versteh allerdings nicht, weshalb da so wenig Kohlensäure im Bier ist, die andere Zapfanlagen haben und es keine richtigen Schaum gibt -->falls ein Bierbrauer diesen Post liest, möge er die Antwort bitte im Gästebuch oder als Kommentar anfügen und ggf. Tipps geben;)). Wir waren auch in "The UK´s most excellent Pub 2006/7", in dem ich übrigens angenehm stehen konnte, während andere sich tief bücken mussten. (Der Eingang ist übrigens auf dem Bild zu sehen: Die kleine Gasse, die gleich hinter der Brücke über die Straße zu sehen ist. Der Pub ist anscheinend so berühmt, dass man nicht mal ein Schild oder so anbringen muss, das auf den Eingang 25m weiter hinten in der dunkelheit hinweisen muss.

Um aber auf die Leute zurückzukommen: einige (um nicht zu sagen viele) möchten mich besuchen, schon nächste Woche möchten 4 kommen. Ich würd mich schon drauf freuen, ein bisschen mit denen durch die Stadt zu trollen. Einige der Freiwilligen sind nämlich echt cool drauf und die werde ich auch besuchen vielleicht.
Ansonsten gabs einen sehr coolen teamer aus Edinburgh, der ursprünglich von den Shetlands kommt und mit dem ich demnächst mal hier ein Bierchen trinken werde. Er war mit seiner Schule auf 4 Kontinenten und hat alle Aufenthalte (ca. 20) bezahlt bekommen, weil er ein inselbewohner war - also: wer Kinder hat und sie günstig ins ausland schicken will, möge bitte auf die Shetlands ziehen;)

So viel also zu Oxford, fragen bitte stellen. Wer übrigens zu faul ist, ständig meine Webseite nach neuen Inhalten abzusuchen, kann die Posts auch abonnieren, so dass man automatisch informiert wird.

In Bälde,

Clemens

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